Freitag, Februar 16

[Rezension] Sonntags Tod von Carla Berling

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Taschenbuch: 272 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Erscheinungstermin: 13. November 2017
ISBN-10: 3453419936

Lokalreporterin Ira Wittekind ist gerade erst in ihre westfälische Heimat zurückgekehrt, als eine schreckliche Nachricht sie erreicht: Ihre Schulfreundin Verena ist tot, ermordet von ihrem Mann Richard. Direkt nach dem Mord hat der angesehene Hotelier sich selbst das Leben genommen. Kurz darauf ist Ira Zeugin, als ein Toter in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Durch ein kleines Detail wird sie auf einen möglichen Zusammenhang zwischen den Todesfällen aufmerksam. Und ihr wird klar, dass hinter der idyllischen Fassade der Provinz ungeahnte Abgründe lauern

Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie 2013 auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. MORDKAPELLE war ihr erster Wittekind-Roman bei Heyne, es folgte SONNTAGS TOD. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihrer Comedyreihe Jesses Maria durch große und kleine Städte.


Dunkler Himmel, ein Kornfeld und im Hintergrund eine einsame Hütte. Das Cover zu Sonntags Tod kann mich leider nicht vom Hocker reißen. Zu nichtssagend für die Story und damit leider zu unscheinbar.



Als die Journalistin Ira Wittekind in ihrer Heimat Bad Oeynhausen von dem Tod ihrer Kindheitsfreundin Verena erfährt ist sie schockiert. Alles sieht danach aus, als hätte ihr Mann zuerst sie, dann sich selber umgebracht.
Als sich Ira einem Polizeieinsatz anschließt, wird eine weitere Leiche gefunden. Ein kleiner Hinweis lässt die Frau einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen vermuten und so begibt sie sich auf die Recherche.

Ungeklärte Situationen und verwirrende Zusammenhänge erwarten Ira, die sich jedoch nicht davon abbringen lässt die Familiengeheimnisse und somit auch den Tod ihrer Freundin aufzuklären.

Protagonistin Ira ist eine resolute Frau im besten Alter, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt und mit Verstand und viel Gespür den Hinweisen nachgeht. Sie -genau wie andere Charaktere auch- ist liebevoll und mit Sinn für Details ausgearbeitet und es macht Spaß sie zu begleiten. Vor allem aber, das sie mit beiden Beinen im Leben und vor allem auf dem Boden steht macht sie sehr glaubhaft.

Das gut aufgebaute Buch würde ich als eine Mischung zwischen Krimi und Roman einordnen. Zu stark sind die Rückblicke auf die Familienhistorie und das Zwischenmenschliche um hier einen reinen Krimi vor sich zu haben. Jedoch schafft es die Autorin trotzdem die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu halten. Unvorhersehbare Wendungen sorgen dafür, das erst am Ende alle Fäden zusammen laufen und sich eine Lösung ergibt.

Der Schreibstil ist einfach und nicht sehr ausschweifend, was aber gut zur Geschichte und zur Protagonistin passt.

Wer einen soliden, spannenden Krimi mit Roman-Einschlag sucht, der vor westfälischer Kulisse Familienabgründe beleuchtet sollte sich dringend Sonntags Tod von Carla Berling anschauen. Auch wenn dies mein erstes Buch der Autorin war, wird es bestimmt nicht das letzte sein. Ich freue mich schon auf andere Ermittlungen von Ira Wittekind.


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