Freitag, Februar 23

[Rezension] Die Schlacht der Bücher von Audrey Harings

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Taschenbuch: 268 Seiten
Verlag: AH Tales and Stories S.L.
Erscheinungstermin: 1. November 2017
ISBN-10: 849466736X



Mitten in Berlin geschehen unheimliche Dinge. In Sandras Buchhandlung verschwinden plötzlich Geschichten aus den Kinderbüchern.
Ob Anna und Jakob etwas damit zu tun haben? Die beiden wurden nämlich ausgerechnet von einem Mathebuch ins "Nichts" gezogen. Dort sollen sie Geschichten erfinden und diese in eine geheime Bibliothek bringen, damit sie für alle Kinder der Welt zugänglich werden. Doch die beiden sind dort im "Nichts" nicht alleine. Sie ahnen nicht, dass sie einen bösen Gegenspieler haben.

Eine turbulente Geschichte über Freundschaft, Toleranz und Respekt.

Audrey Harings wurde als einziges Kind ihrer Eltern 1969 in Trier geboren. Schon mit 11 Jahren rezensierte sie Kinderbücher für das ZDF. Ihre Eltern waren Sänger und schrieben außerdem Schlagertexte, bei welchen Audrey sich schon damals einbrachte. Ihr Vater betreute das Kabelpilotprojekt Ludwigshafen und war Redakteur einer Fernsehsendung. Als Jugendliche schrieb sie Kurzgeschichten für die Schülerzeitung.



Wieder sehr Kind-gerecht, ansprechend und bunt zeigt sich das neue Buch von Autorin Audrey Harings. Man sieht viele Bücher, Personen und Tiere und kann immer wieder witzige Details entdecken, wie den Elefanten, der sich mit seinem Rüssel einen Föhn ins Gesicht hält.

Ein besonderes Highlight ist auch hier wieder im Buch versteckt: Es sind die vielen hübschen Zeichnungen, die besonders für Kinder das Gelesene noch einmal optisch darstellen.

In „Die Schlacht der Bücher“ geht es um Anna und Jakob, die in ein Buch hineingezogen werden. Leider erwartet sie keine bunte Fantasiewelt, die mit Abenteuern gespickt ist sondern das „Nichts“. Es ist nun an ihnen, diese Leere zu füllen. Dabei trifft man hier und da auf bekannte Geschichten, die zum Leben erweckt werden und Kinder, die mit Fantasie und ihrer Liebe zu Geschichten eine ganz neue Welt erschaffen.
Natürlich gibt es zu allem sich entwickelnden auch böse Gegenspieler. Ein fantasieloser Erwachsener tritt den Kindern entgegen und möchte ihre Geschichten mit Hilfe seiner Bedienungsanleitungen zerstören.

Das Buch ist wunderbar kindgerecht und Audrey Harings zeigt wieder einmal, warum ich ihre Kinderbücher so schätze: Sie schreibt nicht nur eine hübsche Geschichte, sie gibt jeder von ihnen eine wichtige Botschaft, die es wert ist vermittelt zu werden.
Neben der Freundschaft, Toleranz, Respekt und dem Zusammenhalt, den die Kinder pflegen, zeigt das ganze Buch, wie wichtig es ist Geschichten zu bewahren, weiter zu geben und Kindern zu zeigen, wie toll das Lesen sein kann.
Harings predigt dies aber nicht mit einem erhobenen Zeigefinger von oben herab sondern gibt ihren Protagonisten so viel Profil, das diese den lesenden oder zuhörenden Kindern ein Vorbild sein können.
Ich kann „Die Schlacht der Bücher“ jedem uneingeschränkt empfehlen, der eine wunderbare Geschichte mit Mehrwert für sein Kind zum vorlesen sucht oder etwas um es zum selber Lesen zu animieren.


1 Kommentar:

  1. Hallo Steffi,
    ich hab mich auch wunderbar unterhalten gefühlt, ich war nur etwas überrascht von der doch etwas düstereren Einführung ins Buch.
    Ich hab dich hier verlinkt.
    Gruß - Daniela, der Buchvogel

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