Freitag, September 1

Warum meine Beiträge ab jetzt alle als Anzeige gekennzeichnet sind

[Anzeige enthält Werbelinks]


Hallo ihr Lieben,

ein Thema hat mich die letzten Tage sehr beschäftigt und ich würde gerne mit euch darüber reden.
Es geht um die Kennzeichnungspflicht bei Testprodukten auf Blogs sowie anderen sozialen Plattformen.
Unter Testprodukte fallen hier auch Rezensionsexemplare.

Ich möchte ganz ehrlich mit euch sein: Natürlich freue ich mich auch über Rezensionsexemplare. Wer würde das denn auch nicht? Da ich gerne und viel lese ist es schön ein Buch, das ich so oder so lesen wollte als Reziexemplar zu bekommen. An meiner Meinung über die Bücher rüttelt dies allerdings nichts. So findet man auf meinem Blog sowohl Rezensionsexemplare, selbst gekaufte Bücher, Bücher die ein Geschenk waren oder auch ertauschte Bücher. Und von jeder Sorte findet man Rezensionen mit vielen und auch mit wenigen Sternen. Auch von den Verlagen wird eine lobende Rezension nicht gefordert.

Wie schon gesagt, in den letzten Tagen hat mich das Thema sehr beschäftigt und ich habe mich durch Gesetzestexte und viele aktuelle Berichte dazu gelesen.
Diesen Artikel hier fand ich sehr gut und möchte ihn euch deswegen auch zeigen:


Ich bin kein Experte, was das alles angeht aber was ich aus dem Text entnehmen kann ist:

  1. Es muss gekennzeichnet werden, wenn über ein kostenloses Testprodukt berichtet wird.
  2. Selbst gekaufte Produkte müssen nicht gekennzeichnet werden. Ausnahmen sind hier jedoch übermäßig positive Darstellungen, die unter Umständen als Schleichwerbung wahrgenommen werden könnten. (Hier fallen mir einige selbst gekaufte Bücher ein, die ich sehr gelobt habe, einfach, weil sie mir enorm gut gefallen haben.)
  3. Zitat der o.g. Quelle: "Der Europäische Gerichtshof hat 2011 klargestellt, dass ein Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung an den Blogger keine Voraussetzung dafür ist, damit Schleichwerbung vorliegen kann." (Beleglink aus dem Zitat:  https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=09.06.2011&Aktenzeichen=C-52%2F10 )

Was ich aus anderen Quellen noch herausgelesen habe beschäftigt sich mit der Nutzung von Affiliatelinks. Ich binde diese Links gerne in Form eines Bildes in Rezensionen ein. Man sieht sie dann als Coverabbildung bei der Coverbeschreibung. Klickt man auf das Bild, gelangt man zu Amazon auf die Buchseite. Man kann dort dann das Buch kaufen, wenn man möchte und in dem Fall würde ich als „Provision“ ein paar Cent bekommen. Dies hat auf den Kaufpreis für euch aber gar keinen Einfluss. Aber auch diese Links müssen gekennzeichnet werden.

Für mich ergibt sich daraus folgendes Bild: Ich kennzeichne JEDES Bild auf Instagram mit "Anzeige" und JEDEN Blogeintrag hier mit "[Anzeige enthält Werbelinks]". Egal auf welche Art das Buch seinen Weg in mein Regal gefunden hat.

Damit ändert sich an meinen Inhalten überhaupt nichts! Auch meine Meinung ist und bleibt die selbe!

Ich möchte nur, das mein Hobby auch mein Hobby bleiben kann und ich mir nicht bei jedem Wort Gedanken machen muss, ob dies jetzt eventuell als "übermäßig positiv" aufgenommen werden könnte. 
Ich glaube jeder kann verstehen, das eine Abmahnung in entsprechender Höhe einem die Lust nimmt zu bloggen und ich möchte rechtlich auf der richtigen Seite stehen und daher lieber zu viel angeben als zu wenig.

Was ich mir von euch wünsche:

Bitte denkt nicht, das nur weil an jedem Bild und jeder Rezension steht, das es sich um eine Anzeige handelt, ich auch für alles bezahlt werde, meine Meinung gekauft oder ich gar nur Rezensionsexemplare vorstelle. 
Ich möchte dies mit euch kommunizieren, da ich zum einen denke das meine Gründe nachvollziehbar sind und zum anderen hoffe ich jeder von euch, der selber einen Blog, Instagram-Profil oder auch Facebook-Account hat, in dem er über Bücher spricht, hat so auch die Möglichkeit seine Kennzeichnungen zu überprüfen und sich schlau zu machen.


Kommentare:

  1. Genau so mache ich es nun auch nach 2 Tagen, denn selbst wenn wir die Bücher kaufen ist es doch Werbung. Sogar wenn wir schlecht bewerten sehen es andere Leser und kaufen es sich evtl. um sich eine eigene Meinung zu bilden.

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    1. Hi Nati,
      das ist es ja leider. Ich glaube viele Blogger wären weniger verunsichert, wenn es klare Rechtslagen geben würde. Solange es die nicht gibt ist es halt von Person zu Person unterschiedlich, was man als Werbung empfindet. Allein das Cover zu zeigen reicht ja im Prinzip schon aus.
      Ich hoffe das sich da irgendwann noch eine klare Richtlinie geben wird.

      LG, Steffi

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