Samstag, September 16

[Rezension] Apollo von Rick Riordan

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen
Erscheinungstermin: 31. August 2017
ISBN-10: 3551556881



Der Gott Apollo stürzt vom Himmel direkt in ein paar Mülltonnen – er ist bei Zeus in Ungnade gefallen und wurde zur Strafe seiner Unsterblichkeit beraubt! Prompt wird er auch noch überfallen, doch zum Glück springt ihm Meg zur Seite – frech, kampflustig, höchstens zwölf und zweifelsfrei eine Halbgöttin. Zusammen machen sie sich auf nach Camp Half-Blood, doch dort lauern weitere Gefahren. Und noch dazu funktioniert das Orakel von Delphi nicht mehr, denn es ist immer noch von Apollos altem Feind Python besetzt …

Fünfzehn Jahre lang hat Rick Riordan (geboren 1964 in San Antonio, Texas) Englisch und Geschichte an verschiedenen Schulen in der San Francisco Bay Area sowie in Texas gelehrt. 2002 erhielt er den „Master Teacher Award“. Dann begann er mit dem Schreiben, und gleich sein erster Roman gewann drei nationale Preise im Genre Mystery. Inzwischen hat Rick Riordan die Fantasyreihe um den jungen Helden „Percy Jackson“ ins Leben gerufen, die auf Stoffen der griechischen Mythologie basiert. Den Schuldienst hat der erfolgreiche Autor mittlerweile quittiert und widmet sich nur noch der Entwicklung seiner Geschichten.



Ein brennender Junge, der in einer dunklen Gasse Richtung Boden fällt. Das Cover zu Apollo zeigt den Anfang der Geschichte, in dem der Gott Apollo in Gestalt eines Teenagers auf die Erde verbannt wird. Im gleichen Stil wie man schon die Percy Jackson Bücher kennt, hat der Carlsen Verlag auch dieses Cover gestaltet. Wirklich toll gelungen und es läd absolut zum lesen ein.

Diesem Buch habe ich regelrecht entgegen gefiebert. Die griechische Mythologie interessiert mich sehr und diese wurde schon in den Percy-Jackson-Büchern interessant in Szene gesetzt. Das der Autor jetzt eine neue Reihe veröffentlicht hat mich also sehr gefreut.

In Apollo geht es um den göttlichen Bruder von Artemis, der in menschlicher Gestalt auf die Erde verbannt wird und dort ohne seine Kräfte klar kommen muss.
Zufrieden ist er mit diesem Zustand natürlich nicht und mäkelt demnach auch viel an sich und seiner Situation herum. Ein Mensch zu sein ist seiner Meinung nach schon schlimm genug und dann ist er auch noch dicklich, hat Akne und einen lächerlichen Namen.
Apollo wirkt also auf den ersten Blick hochnäsig und nicht unbedingt sympathisch. Was ihn aber ausmacht ist sein ungewollter Humor und eben genau diese Art macht ihn doch interessant.

Ihm zur Seite steht Meg, die junge Halbgöttin, die mir in ihrem Auftreten gut gefallen hat. Sie ist taff und lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Gut finde ich, das sie Apollo zum Beispiel bei seinen Selbstzweifeln Kontra gibt. Er fühlt sich hässlich und dick und sie zeigt ihm, das er ganz normal ist. Wobei „normal sein“ auch nicht der Wunschvorstellung des schnöseligen Gottes entspricht, für das Buch finde ich die Message aber sehr gut. Da Meg besonders zum Ende eine Seite von sich zeigt, die schade ist, würde ich sie nicht zur Freundin haben wollen. Dennoch finde ich man merkt auch an ihr wieder wie großartig Rick Riordan Charaktere zeichnen kann. Sie haben Dimension, sind nicht komplett gut oder schlecht und gewinnen dadurch an Authentizität .

Was ich auch an den anderen Büchern dieses Autors sehr erfrischend fand, war der Schreibstil. Er hat Tempo, geht voran und zeichnet sich durch scharfe Szenenschnitte aus, was mir persönlich beim Lesen einfach Spaß macht und das Buch unglaublich leicht lesen lässt.
Die Handlung hat Wendungen, die überraschend waren und mit denen man mitfiebern konnte.

Da „Die Abenteuer des Apollo“ nach den Percy-Büchern spielt und im selben Universum angesiedelt sind gibt es viele Berührungspunkte mit diesen Geschichten, die teilweise recht deutlich zu erkennen sind. Für Fans ist dies ein tolles Gimmik, was allerdings für Leser, welche die Bücher noch nicht kennen vielleicht schwierig sein könnte. Da es das Verständnis der Handlung jedoch nicht beeinflusst, ob man Vorkenntnisse hat glaube ich die Neugier auf die Vorgeschichten wird ehr entfacht, als das man genervt ist.

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band der Reihe und werde ihn sicherlich genauso schnell anfangen zu lesen wie „Die Abenteuer des Apollo“. Ein spannender Plot, wunderbare Charaktere und wiederkehrende Gedanken an die Percy-Bücher wurden mit ansprechendem Schreibstil und toller Gesamtstimmung verpackt. Geniales Gesamtpaket.


Kommentare:

  1. Liebe Steffi,

    danke für deine tolle Rezension! Die Reihe hört sich ja echt toll an! Ich schaue sie mir mal näher an!

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Hallo Nadine,
      danke für dein Kommentar und die lieben Worte :-) Wenn es dir gefällt lese ich davon ja vielleicht bald auf deinem hübschen Blog :-)

      Liebe Grüße
      Steffi

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