Dienstag, September 12

[Rezension] Butterbrot und Liebe von Susanne Friedrich

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Taschenbuch: 296 Seiten
Verlag: tredition
Erscheinungstermin: 11. Juli 2017
ISBN-10: 3743941880



Hannah geht ganz in ihrer Marketingkarriere auf. Als sie den Butterbrot-Gastronom und Frontalduzer Christoph nach einer kurzen Affäre abserviert, denkt sie noch immer alles unter Kontrolle zu haben. Womit sie nicht gerechnet hat: Christoph glaubt an das große Liebesglück. Doch um Hannahs verschlossenes Herz zu knacken, reichen Träume allein nicht. Kurz entschlossen springen Christoph alle zur Seite: seine resolute Mutter Ulli, sein bester Freund Attila, seine herzensgute Kollegin Ellie und sogar Hannahs Vater Albers, der selbst ein wenig Glück verdient hat.

Genieße die kleinen Dinge des Lebens – sie machen das Leben großartig. Der Leitspruch von Susanne Friedrich.
1965 wurde sie als Kind deutscher Eltern in Indien geboren. Weitere Lebensstationen in Singapur, London, Paris und Sankt Petersburg, Russland, folgten. Reisen prägten sie und schenkten ihr vier Sprachen, genau wie unzählige Eindrücke und Erinnerungen.
Gesammelt hat sie das Erlebte zu Beginn durch die Linse meiner Kamera. Bilder erzählen Geschichten. Später wechselte sie von der Linse zum Stift. Zeit, Geschichten zu erzählen - immer mit der nötigen Prise Humor und einem dicken Augenzwinkern.



Auf einheitlichem Blau sind sehr vereinfachte Gesichter dargestellt. Alle mit unterschiedlich farbigen Kreisen hinterlegt. Ebenso ist auch der Buchtitel hervorgehoben. Eine Blondine auf dem Cover hat eine Scheibe Brot mit einem Herzen in der Hand, was gut zum Titel passt.


Ich glaube der Klappentext fasst hier den Rahmen der Geschichte ziemlich gut zusammen. Hannah, ist Anfang vierzig und darf eine Marketing-Agentur ihr Eigen nennen. Die Berlinerin ist sich ihrer Position wohl bewusst und nutzt diese auch gezielt. So kommt es nicht selten vor, das ihre Mitarbeiter schwer schlucken müssen, wenn sie nicht exakt so handeln, wie Hannah es sich vorstellt. Das so eine Protagonistin nicht sonderlich warmherzig wirkt wundert da nicht. Leider ist ehr das Gegenteil der Fall: Sie macht einen sehr unsympathischen Eindruck und ich war von ihrem Verhalten oft ein wenig genervt.

Christoph bildet hier den zweiten, deutlich sympathischeren Part. Er eröffnet mit einem Freund „Butterbrot und Liebe“, und beliefert mit diesem Geschäft auch die Agentur von Hannah, in die er sich Hals über Kopf verliebt.

Recht schleppend nahm die Geschichte Fahrt auf und konnte mich nur in wenigen Momenten begeistern. Das Hin und Her zwischen den Hauptcharakteren sowie die Gründe hierfür wirkten auf mich zu konstruiert und manche Situation entlockte mir lediglich ein Kopfschütteln. Diese Achterbahnfahrt der Gefühle wünscht man sich von diesen älteren und eigentlich gesetzten Charakteren nicht mehr.

Da sich einige Längen eingeschlichen haben, fehlte der Platz um die einzelnen Personen näher zu beleuchten. Ein wenig mehr Input hätte mir hier gut gefallen, da so nicht nur die Haupt- und Nebenfiguren recht blass blieben sondern man auch nicht so stark mit ihnen fühlt.

Auch das Ende des Romans konnte mich nicht überzeugen. Es war sehr vorhersehbar und trotz des steinigen Weges bis dahin wirkte es sehr abrupt.

Der Schreibstil passt zu diesem Buch. Er ist einfach gehalten, so das man ihn fix weglesen kann. Kulinarisches wird allerdings ansprechend beschrieben und man bekommt an manchen Stellen sogar Lust selber etwas zu essen. Was mir auch gut gefallen hat war die Berliner-Art, die hier durchsickerte.

Auch wenn mich Butterbrot und Liebe nicht erreichen konnte, fand ich den Ansatz der Geschichte gut. Man hätte hier aus einer unterhaltsamen Idee mehr machen können.


Kommentare:

  1. Hallo liebe Steffi, schade das Dich das Buch nicht überzeugen konnte. Aber es wird bestimmt wieder eine bessere Lektüre auf Dich zukommen:)
    Herzlichste Grüße und einen schönen Abend
    Andrea

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  2. Hallöchen Andrea,
    ach, das ist gar nicht schlimm. Bei so vielen Büchern, gibt es immer mal eins, das einem nicht so zusagt. Das kennst du ja auch :-) Aber wenn ich so in mein Regal schaue bin ich guter Dinge, das mir das nächste Buch wieder besser gefällt.
    Liebe Grüße
    Steffi

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