Mittwoch, Juli 5

[Rezension] Die Schule der Nacht von Ann A. McDonald



Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Penhaligon Verlag
Erscheinungstermin: 22. Mai 2017
ISBN-10: 3764531770


Du kannst dich nicht für immer vor der Wahrheit verstecken. Bitte komm zurück, und bring alles zu einem guten Ende.« Diese Nachricht erhält die Amerikanerin Cassandra Blackwell in einem mysteriösen Päckchen, zusammen mit einem alten Foto ihrer verstorbenen Mutter, gekleidet in die schwarze Robe der Oxford Universität. Kurzerhand beschließt sie, nach England zu reisen, um mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Dort entdeckt Cassie eine Welt voller Traditionen und Privilegien und merkt schnell, dass hier eine dunkle Macht am Werk ist – verbunden mit einer geheimen Gesellschaft, die sich Die Schule der Nacht nennt …


Ann A. McDonald wurde in Sussex geboren, studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Oxford, um anschließend als Musikjournalistin und Unterhaltungskritikerin zu arbeiten. Heute lebt sie in Los Angeles und schreibt hauptberuflich Romane und Drehbücher.



Auf recht dunkelem Untergrund sieht man in der Ferne ein großes, älteres Gebäude, davor angedeutet einen Park, den man scheinbar durch einen verschnörkelten Zaun oder Ähnliches anschaut. Das ganze ist mit Blumen geschmückt und wirkt an sich sehr stimmig. Auch die weiße, hervorstechende Schrift mit Autorenname und dem Buchtitel reihen sich in die Optik gut ein.


Einmal aufgeschlagen kam ich sehr schnell in die Geschichte um Cassandra und ihre Familie rein. Der Prolog liest sich schon sehr angenehm und macht Laune auch die nächsten Kapitel direkt zu erkunden.

Als Protagonistin lernt man Cassandra kennen, die nach dem Tod ihrer Mutter durch viele Pflegefamilien ging ohne Fuß fassen zu können. Trotz ihrer eigenen Probleme ließen ihr die Umstände des Todes keine Ruhe. Als sie eine geheime Nachricht ihrer Mutter liest, fasst sie den Entschluss den Ereignissen endlich auf den Grund zu gehen.
Ihr Charakter passt wunderbar in diese Geschichte. Cassie ist stark, neugierig und setzt ihr Vorhaben sehr zielstrebig durch, auch – oder grade wenn es anfängt gefährlich für sie zu werden.
Sie ist eine Protagonistin, mit der man sich gerne auf die Suche nach der Schule der Nacht und deren Geheimnissen geht.
Im Gegensatz zu Cassie, die echt und plastisch wirkt, spielen die anderen Figuren in diesem Roman eine ehr unscheinbare Rolle. Sie tragen kaum bis gar nicht zur Handlung bei und bleiben für mich beim lesen auch durch das ganze Buch hindurch austauschbar.

Die eben erwähnten Gefahren sind auch nicht ohne. Neben einer versuchten Vergewaltigung sterben auch noch Charaktere in diesem Buch, was „Die Schule der Nacht“ mehr zu einem spannenden Roman macht als zu einem locker leichten Jugendbuch.

Beim Schreibstil von Ann A. McDonald fühle ich mich richtig wohl. Sie hat eine besondere Art und zog mich vom Sofa direkt mit ins Geschehen. Mit detailreichen Beschreibungen hat sie es geschafft, das ich mir Orte und Personen sehr genau vorstellen konnte und schaffte dennoch genug Freiraum für meine eigene Phantasie, so das ich beim Lesen nicht den Eindruck vermittelt bekam, alles aufgetischt zu bekommen.

Insgesamt hatte ich Freude an diesem Buch, auch wenn hier und da kleine inhaltliche Schwächen zu erkennen sind, die das Leseerlebnis für mich nicht ganz rund gemacht haben.



Die Schule der Nacht ist ein spannendes Buch, zu dem man gut greifen kann, wenn man Lust auf Verschwörungen und Mystik hat. 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen