Dienstag, März 21

[Rezension] Die Dunkelmagierin von Arthur Philipp

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Broschiert: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin: 20. Februar 2017
ISBN-10: 3734160790



Eine junge Magierin, ein uralter düsterer Orden, eine fast vergessene Prophezeiung

Fejas Talent für die Magie ist groß, doch noch kann die junge Frau es nicht nutzen. Als sie sich entschließt, der Schule der grauen Magier beizutreten, wird sie rasch zum Spielball der Intrigen der Mächtigen. Denn einst waren die grauen Magier gefürchtet, und es gibt Kräfte im Orden, die diesen um jeden Preis wieder zur alten Macht zurückführen wollen. Feja muss rasch lernen, ihre Magie zu nutzen, oder sie wird zwischen den Fronten zerquetscht werden. Doch niemand im Orden ahnt, dass eine dritte Partei Vorbereitungen trifft, um die tausend Jahre alte Ordnung zu zerschlagen – und Feja soll ihr Werkzeug sein …


Autor
Arthur Philipp (geb. 1965) ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Autors. Er stammt aus einer Familie von Seefahrern und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit an der Nordsee. Heute lebt er in Mainz und ist als Journalist, Kabarettist und – natürlich – Autor tätig.


Schlicht und schön ist das Cover der Klappenbroschur der Dunkelmagierin. Man sieht auf blauem Hintergrund die Silhouette einer Burg, auf der in großen Lettern der Buchtitel zu finden ist. Kleine Schnörkel, eine Hand mit einem Diamanten und einem Raben – alles in weiß gehalten – runden das Bild ab. Wobei dies für mich einen Ticken zu viel des Guten ist. Ein wenig einfacher gehalten hätte es mir mehr gefallen, aber im Grunde ist ein Cover ja auch nur eine - im besten Falle - hübsche Tür zu einer großartigen Geschichte.


Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut und war total gespannt darauf, ob ich beim Lesen eine Idee haben könnte, wer hinter dem Pseudonym des Autors steckt. Leider ist mir keiner eindeutig in den Gedanken hängen geblieben, weshalb ich hier auch nicht mutmaßen möchte.
Wer es auch immer ist, er kann schreiben und sich in eine tolle Welt hineindenken.
Diese zu erkunden hat sehr viel Freude bereitet und ich finde, das ist eine große Stärke des Buches.

Der Schreibstil, der einfache und gut verständliche Sätze mit einer für ein Jugendfantasy-Buch angemessenen Portion nicht zu blutrünstiger Spannung verbindet hat mich sehr schnell und leicht durch das Buch kommen lassen. Es ist flüssig zu lesen und da es immer etwas zu erkunden oder neues zu entdecken gab brach die Spannung auch kaum ab, so das man gut in die Geschichte abtauchen konnte.

Auch Feja, die Protagonistin hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Sie ist ein mutiges und selbstständiges Mädchen, das sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Sie kann alleine auskommen und für sich sorgen. Obgleich sie in einigen Situationen ein wenig naiv wirkt und die Dinge vielleicht nicht zu ende durchdenkt, mag ich sie sehr, denn seien wir mal ehrlich: Kein Mensch kann ohne Erfahrungen in Fehlern gemacht zu haben alles richtig entscheiden. Das es eben bei ihr auch so ist macht sie in meinen Augen sehr authentisch und menschlich.

Als Leser hat man aber das Glück aus mehreren Perspektiven auf das Geschehen zu blicken. Ich mag es sehr, wenn Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden und man so eine Art kleine „Bonusstellung“ in der Geschichte hat, da man sich aus verschiedenen Denkanstößen sein Bild zusammenstellen kann.

Die Blickwinkel die man in diesen Situationen entdecken darf sind aber nicht immer rosig. In „Die Dunkelmagierin“ werden viele Intrigen gesponnen, Machtkämpfe ausgefochten und diese halten nicht nur freundliche Gedanken bereit.

Da ich gerne zwischendurch High-Fantasy lese habe ich mit einer höheren Anzahl Charaktere oder Orten nicht so viele Probleme. Wer sich aber hier ein wenig schwer tut, kann beruhigt zu diesem Buch greifen. In den Buchdeckeln finden sich wunderschöne Karten, welche die Orientierung sehr erleichtern und alles ein wenig plastischer erscheinen lassen. Auf dem umgeklappten Teil der Klappenbroschur findet sich außerdem ein kleines Verzeichnis mit den wichtigsten Charakteren, so das man auch nach einer kleinen Lesepause wieder hinein findet und die Namen zuordnen kann.



Die Dunkelmagierin bedient für mich perfekt die Lücke zwischen blutiger High-Fantasy und zu seichter Jugendfantasy. Das Buch ist düster, voller Intrigen und doch kommt es ohne übertrieben blutige Passagen aus. Mir hat diese Mischung gut gefallen und ich bin gespannt, wie es mit dieser Buchreihe weiter geht.  


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