Montag, November 28

[Rezension] Helix von Marc Elsberg

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Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
Erscheinungstermin: 31. Oktober 2016
ISBN-10: 3764505648



Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …



Autor
Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft.


Das Cover zog meinen Blick sofort auf sich. Auf schwarzem Grund zeichnet sich im Hintergrund eine Struckturierung ab, die mich direkt an die Filmplakate zu Matrix erinnerte und damit sofort packte.
Mittig unter dem Autorennamen befindet sich das Herzstück des Covers: Der Titel, leuchtend gelb in einem DNA-Strang eingebettet.
Alles in allem ist das Cover toll, es macht neugierig und trotz der zurückgehaltenen Farbgestaltung ein richtiger Hingucker.


Bücher von Marc Elsberg zu lesen ist immer ein besonderer Reiz für mich, da er es immer schafft, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion bzw. zwischen dem, was wissenschaftlich möglich ist und einem Blick in die Zukunft zu schließen und mich so zum überlegen anzuregen.
Eben genauso ging es mir mit Helix. Spätestens seit den Schafs-Klon-Aktionen um Dolly habe ich mir die Frage gestellt, wie weit die Genforschung wohl noch gehen kann und wird.
Ein mögliches Szenario bietet Elsberg in diesem Buch auf. Wie geht es einem Menschen, der wie eine Software konstruiert wurde? Wie entscheidet man zwischen Richtig und Falsch und vor allem, gibt es eine „veraltete Version Mensch“?

Marc Elsberg gibt so viele Ansätze an diesem Thema, das neben dem Lesen besonders das Weiterdenken viel Freude geboten hat.

Ein kleines Manko in diesem thematisch genialen Roman war für mich der Schreibstil, der mich an einigen Stellen ein wenig zum straucheln brachte. Er wirkte nicht vollkommen ausgereift und brachte mich aus dem Lesefluss heraus.
Dennoch hat mir Helix spannende Lesestunden bereitet und mich zum nachdenken animiert.



In einer spannenden Geschichte verpackt gibt Marc Elsberg viel Zündstoff für Überlegungen rund um das Thema Gentechnik. Die Grenzen zwischen Machbarem und Möglichem verblassen und hinterlassen eine Frage:“Was wäre wenn?“


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