Montag, Juli 18

[Rezension] Die Honigtöchter von Cristina Caboni


[Anzeige enthält Werbelinks]


Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Juni 2016)
ISBN-10: 3734102774
Hier ist der Link zur Verlagsseite: Klick


Kurz nach Sonnenaufgang verlässt Angelica Senes eine Landstraße in Südfrankreich und folgt einem von Rosmarin und Lavendelbüschen gesäumten Weg. Sie sucht den Bienenstock auf, den man ihr anvertraut hat. Sie ist reisende Imkerin, und sie liebt ihre Freiheit. Auch wenn sie dabei das türkisblaue Meer ihrer Heimat Sardinien vermisst. Erst als ihre Patentante stirbt und ihr ein Cottage hinterlässt, kehrt Angelica zurück. Doch dort muss sie sich dem stellen, was sie einst zurückließ: ihrer Familie, den Geheimnissen der Insel – und Nicola, dem Mann, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor …

Der Autor
Die auf Sardinien lebende Cristina Caboni züchtet Bienen und Rosen. Ihre Leidenschaft zu Düften und Essenzen verarbeitete sie schon in ihrem Debütroman „Die Rosenfrauen“ und begeisterte damit weltweit Leser. In Deutschland gelang ihr mit diesem Buch der Sprung auf die Bestsellerliste, auf der sie sich viele Wochen hielt.
Mit „Die Honigtöchter“ knüpft Caboni an diesem Erfolg an und entführt ihre Leser in die Welt der Bienen und des Honig in traumhafter Kulisse ihrer Heimatinsel.





Auf dem sommerlich-leicht wirkenden Cover sind Zitronen, Blüten und ein Honiglöffel neben einem Honigtopf dekorativ angeordnet und bilden mit ihren leuchtend gelben Farben einen wunderschönen Kontrast zum bläulichen Hintergrund.
Insgesamt mag ich die Anordnung und Farben sehr gerne, obwohl dies noch keine Rückschlüsse auf den Buchinhalt zulässt.


Bei dem noch relativ durchwachsenen Wetter momentan hatte ich richtig Lust auf ein Buch bei dem ein gewisses Sommer-Feeling aufkommt. Bei dem man einfach von der schönen Kulisse träumen kann, die der Autor beschreibt. Sich einfach ein bisschen Urlaub nach Hause holen kann.
Genau das hat Cristina Caboni in „Die Honigtöchter“ geschafft. Mit ihrem schwungvollen und leichten Schreibstil beschreibt sie ihre Heimat Sardinien sehr bildhaft und gibt dem Leser das Gefühl die Sonne auf der Haut spüren zu können.
Ich fühlte mich direkt wohl in dem Buch und war gefangen von Sardinien und Honig.

In diesen Rahmen bettete Caboni eine vielschichtige Geschichte rund um die Familie, ihre Geheimnisse und Dramen und natürlich über die Liebe.

Zwar ist diese Liebesgeschichte relativ vorhersehbar, doch sie wirkt nicht erzwungen oder unnatürlich. Wie auch in anderen Situationen handeln die Protagonisten sehr authentisch und nachvollziehbar, was den Punkt der Vorhersehbarkeit in den Hintergrund rücken lässt. Letztendlich ist es auch eine Frage der Bücher, die man sonst so liest. Einem Leser, der häufig zu Krimis greift ist im Vorfeld ja auch bewusst, das jemand gestorben ist und stört sich nicht daran. Also alles eine Frage des Blickwinkels.

Die Charaktere haben alle so ihre eigenen Ecken und Kanten. Besonders ist mir Angelica ans Herz gewachsen, die mich mit ihrer Liebe zu dem was sie macht wirklich überzeugt hat. Sie ist ein Mensch mit Stärken und Schwächen, weiß aber besonders ersteres gekonnt einzusetzen und ist sich ihrer Schwächen durchaus bewusst. Sie ist ehrlich und ihre Naturverbundenheit zeichnet sie aus, das macht sie sehr sympathisch.

Am Anfang jedes Kapitels wird jeweils eine neue Honigsorte beschrieben. Ungelogen würde ich behaupten nicht mal eine davon gekannt zu haben. Dafür hatte ich schon beim lesen ein starkes Verlangen verschiedene Honigsorten auszuprobieren und diese zu vergleichen. Also mein Honigkaufverhalten hat „Die Honigtöchter“ auf jeden Fall nachhaltig verändert.



Wer wie ich dem unstetigen Wetter entfliehen und sich in Sommer, Sonne, Düften und Geschmäckern verlieren und verlieben möchte, wird mit Cristina Caboni´s „Die Honigtöchter“ tolle Lesestunden verbringen können.  


1 Kommentar:

  1. Ich liebe Bücher, die in Frankreich spielen. Da kommt irgendwie noch einmal so ein ganz besonderes (Sommer)Gefühl rüber. Ich finde deine Rezension sehr schön, die macht mir direkt Lusz auf "Honigtöchter" :)
    Sophie von Buchstabenmagie

    AntwortenLöschen