Samstag, April 29

[Rezension] Sorgenkätzchen von Dr. med. vet. Ulrike Werner


Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Penguin Verlag
Erscheinungstermin: 13. März 2017
ISBN-10: 3328100563

Was tun, wenn der geliebte Kater immer mittwochs inkontinent wird oder das Kätzchen nach dem Kartoffelschälen plötzlich zum kampflustigen Tiger mutiert? Dr. Ulrike Werner rückt an und bereitet dem Katzenjammer ein Ende! Die Berliner Tierärztin enthüllt mit viel Fingerspitzengefühl, was Katzen ihren Besitzern nicht sagen können. Dabei ist nicht nur ihr Wissen als Tierverhaltenstherapeutin, sondern auch viel Menschenkenntnis gefragt. Denn manchmal müssen Mensch und Tier sich nur verstehen lernen, damit aus dem Sorgenkätzchen wieder eine glückliche Schmusekatze wird.
Dr. med. vet. Ulrike Werner lebt und arbeitet seit vielen Jahren als Tierärztin im Großraum Berlin. 2005 gründete sie die "Mobile Tierverhaltenstherapeutische Praxis Berlin" und ist seitdem eine wichtige Anlaufstelle für viele Haustierärzte und Tierbesitzer. Dr. Ulrike Werner ist außerdem Autorin der Kolumne "Für ALLE Felle", die bis 2015 im "Tagesspiegel" erschien.

Auf dem hellen Untergrund des Buches liegt eine junge Katze. Über ihr befindet sich in großen Buchstaben der Titel sowie der Autorenname. Ich muss sagen, obwohl es nicht besonders originell ist finde ich das Cover süß und sehr passend zu dem Buch.




Auf sehr angenehme Art erzählt Dr. med. vet. Ulrike Werner von ihren Hausbesuchen als Verhaltenstherapeutin für Tiere. Da hier immer Aspekte vieler ähnlicher Fälle zusammenkommen und eine Geschichte in diesem Buch bilden habe ich hier nicht das Gefühl, das es sich um Einzelschicksale der Katzen handelt sondern das sich Verhaltensmuster und der Umgang der Besitzer mit dem Tier oftmals auch ähneln.

Einige der 18 Kurzgeschichten haben mich zum schmunzeln, andere empfand ich als traurig und wieder andere ließen mich nur den Kopf schütteln. Dieses Buch machte mir wieder einmal deutlich, das Tiere sich sehr auf ihren Besitzer einlassen und man bei einem auffälligen Tier auch einmal ganz genau auf sich gucken sollte.

Ich möchte auf die einzelnen Fälle gar nicht genauer eingehen, denn jeder Interessierte sollte die Möglichkeit haben sich mit den Vierbeinern und ihren Besitzern selber auseinander zu setzen.

Dr. med. vet. Ulrike Werners Schreibstil ist beschwingt und trägt gut durch die einzelnen Kurzgeschichten, die man unabhängig von einander zwischendurch lesen kann.
Mir hat dieses Büchlein gefallen und ich hoffe auf eine Fortsetzung. Vielleicht auch mit anderen Tieren?

Ein tolles Buch für Katzenbesitzer oder welche, die es noch werden wollen. Die kurzweiligen Geschichten geben nochmal einen ganz anderen Blick auf die eigenen Stubentiger.


[Rezension] Vernunft und Gefühl von Jane Austen


Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Manesse Verlag
Erscheinungstermin: 13. März 2017

200. Todestag der Autorin am 18. Juli 2017

Jane Austen starb vor 200 Jahren, doch ihre Werke werden inniger geliebt denn je. Schließlich weiß bis heute niemand klüger über die komplizierten Herzensangelegenheiten zwischen Männern und Frauen zu schreiben als die scharfsinnige Britin. In ihrem Roman «Vernunft und Gefühl» verhandelt sie so unterhaltsam wie erhellend die Suche nach dem Menschen fürs Leben.

Temperamentvoll und leidenschaftlich, ist Marianne Dashwood das genaue Gegenteil ihrer älteren Schwester, der beherrschten und vernünftigen Elinor. Dass sich Marianne Hals über Kopf und natürlich unglücklich in den begehrten Frauenschwarm John Willoughby verliebt, erstaunt daher niemanden. Aber auch Elinor erlebt mit dem Mann ihres Herzens eine böse Überraschung, denn «ihr» Edward Ferrars hat einer anderen die Ehe versprochen. Gemeinsam lernen die ungleichen Schwestern mit ihrer Enttäuschung zu leben und nach einer dramatischen Zuspitzung der Ereignisse den Standpunkt der jeweils anderen besser zu verstehen. In der Neuübersetzung von Andrea Ott erstrahlen geschliffener Witz und lebendige Dialoge dieser beliebten Klassikerin in frischem Glanz.

Jane Austen (1775-1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren sorgsam kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie entlarvte. In Jane Austens Romanen spiegeln sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer Zeit in einzigartiger Klarheit. Eine Frau – ob adelig oder nicht – hatte nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, sich in Beruf oder gesellschaftlichem Engagement zu entfalten. Nur durch die Heirat mit einem reichen und weltoffenen Ehemann konnte sie eine gewisse Freiheit erlangen. In diese Zeit wurde Jane Austen am 16. Dezember 1775 geboren als siebtes von insgesamt acht Kindern eines englischen Pfarrers. Es war eine belesene und gebildete Familie, zwei ihrer Brüder brachten es gar zum Admiral. Ihr selbst hingegen gelang das Kunststück, ihre Verlobung einen Tag später wieder zu lösen und trotz schwerer Krankheit ein relativ unabhängiges Leben als unverheiratete Frau zu führen.

Das Cover zu Vernunft und Gefühl ist schlicht und dennoch wunderschön. Es zeigt eine in rosa gekleidete Frau in einem viktorianischen Kleid, stilecht mit Handschuhen, die bis über die Ellenbogen reichen und einem Hut nimmt sie eine damenhafte Pose direkt vor dem Fenster ein. Was leider auf Bildern nicht einzufangen ist, ist der Perlmutt wirkende Schimmer, welcher den Einband nahezu erstrahlen lässt, wenn Licht auf ihn trifft.


Es ist schon eine längere Zeit her, das ich Vernunft und Gefühl gelesen habe und ich fühlte mich auch dieses Mal wieder wie beim ersten Mal, als ich das Buch zur Hand nahm.
Ein wenig Ehrfürchtig und voller Vorfreude auf die Geschichte von Marianne und Elinor Dashwood, zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch beide eine Zeit durchleben, in der ihnen das Herz gebrochen wird und sie ihren Platz in einer Welt finden müssen, die von Etikette, Erwartungshaltung und Konventionen geprägt ist.

Marianne ist die impulsivere der Schwestern. Sie hört auf ihr Herz und ist eine Verfechterin davon, Emotionen zu zeigen und sie auszuleben. Das klingt aus heutiger Sicht nicht verwerflich, doch zu Zeiten Jane Austens ist Marianne wie ein Mädchen, das sich Hals über Kopf in eine Affäre mit einem fremden Biker stürzt.
Nachvollziehbar also, das ihre ältere Schwester Elinor ihr ins Gewissen redet, denn sie ist in Liebesdingen der absolute Gegenpol zu Marianne. Sie ist besonnen, ehr zurückhaltend und vorsichtig, versucht mit Verstand und Anmut den Mann ihres Herzens für sich zu gewinnen.

Auch die übrigen Charaktere aus Verstand und Gefühl sind mit viel Sorgfalt und Sinn für Authentizität beschrieben. Sie haben die unterschiedlichsten Züge an sich, die eine Vielzahl menschlicher Charakteristika abdecken: Egoismus und Hinterhalt finden ebenso ihren Platz in der Geschichte wie Fürsorge und Selbstlosigkeit. Leidenschaft und Ergeiz findet man direkt neben Trauer und Verzweiflung. Jane Austen zeigt auf, das ihre Zeit weder ruhig noch unterkühlt ist und das jeder mit seinen inneren Dämonen zurecht kommen muss.

Den Schreibstil, den man in Austens Büchern findet ist großartig. Das sie so viel Witz und Ironie in ihre Romane bringt ist wunderbar und machen ihre Werke auch heute noch sehr gut lesbar. Vernunft und Gefühl war ihr erstes Werk und man merkt ihm zu keiner Zeit unausgereifte Dialoge oder Längen an. Ganz flüssig liest man sich durch die Seiten, hofft und bangt mit den Protagonisten und leidet, wenn ihnen das Herz bricht.

Wer noch nie ein Buch von Jane Austen gelesen hat, der hat etwas verpasst. Habt keine Angst vor Klassikern sondern versucht es einfach. Verstand und Gefühl ist kein verstaubter Roman einer alten Frau. Die Autorin beschreibt zeitlose Probleme mit authentischen Charakteren. Liebe und Herzschmerz und damit verbundene Arten mit diesen Gefühlen umzugehen finden sich zu jeder Zeit. Witz und Charme machen die Thematik damit nicht prüde oder trocken sondern humorvoll und intelligent.


Dienstag, April 25

[Rezension] Gymnasium von Susanne Giebeler




Taschenbuch: 292 Seiten
Verlag: tredition
Erscheinungstermin: 7. März 2017
ISBN-10: 3734582156



Alex kämpft um seine Familie, Kampfarena ist seine neue Schule. Alex denkt, wenn er es hier schafft, werden seine Eltern aufhören, sich wegen seiner schlechten Noten gegenseitig fertigzumachen. Am Gymnasium aber ringt die akademische Mittelschicht um ihren Status, schickt ihre Kinder ins Rennen … »Hanne Christ liebte ihr Kind und Birgit liebte ihres. Alle liebten ihre Kinder und wollten sie vor dem Niedergang bewahren, vor einem Dasein als Klempner, als Krankenschwester oder kaufmännische Angestellte.« Ein Schulroman voller wunderbar böser Beobachtungen. Eine Geschichte über erschöpfte Schüler, verzweifelte Mütter und ratlose Lehrer.


Susanne Giebeler lebt seit 1980 in Bochum und unterrichtet an einem Weiterbildungskolleg. Sie arbeitete fürs Theater und bekam Drehbuchförderungen der Filmstiftung NRW. Ihr Theaterstück »Die Stalingrad-Madonna« erschien im Litag-Verlag.




Auf dem weißen Buch ist eine Löwenstatue abgebildet, auf der man Blutspritzer sehen kann. Auf dem Sockel der Statue befindet sich ebenfalls in weiß der Buchtitel sowie der Name der Autorin.
Es wirkt sehr einfach gehalten und schmucklos und hätte im Buchladen ohne Vorkenntnisse über den Inhalt ehr weniger meine Aufmerksamkeit erregt.




Neue Schule, neue Perspektive denkt sich Alex, als er nach der Trennung seiner Eltern auf das Goethe-Gymnasium wechselt. Das angesehene Institut erweist sich jedoch nicht lange als reine Lehrstätte für den Jungen. Schnell merkt er, das dort nicht nur mit Ellenbogen sondern mit Intrigen und Machtdemonstrationen zu geht und er sich nicht nur gegen andere Schüler sondern auch gegen deren Eltern und auch die Lehrer durchsetzen muss.

Alex, der bei seinen Eltern nicht viel Unterstützung erwarten kann wird mit Mädchen wie Leonie konfrontiert, die voll auf den Einfluss ihrer Eltern setzt und die Macht, die ihr ihr Elternhaus bietet demonstrativ ausleben.
Aus der Sicht eines allwissenden Erzählers werden zwar einige Charaktere beleuchtet und man erfährt einiges über die Familienverhältnisse Alex´, jedoch blieb mir auch der Protagonist so ein wenig fremd, was ein Mitfühlen mit ihm komplett veränderte. Ich habe mich weniger in den Charakter hineinversetzen können, mich dafür aber in der Rolle des „Zuschauers“ wiedergefunden. Als jemand, der am Rand steht und außer Stande ist an dieser Situation etwas zu ändern, was beim lesen seine ganz eigene Dynamik bekommen hat. Ich wusste, ich kann nicht eingreifen habe mir aber sehnlichst jemanden gewünscht, der bei der ein oder anderen Mobbing-Situation schlichtend auf die Jugendlichen einwirkt.

Gelungen empfand ich ebenfalls, das hier nicht nur der Schulalltag der Schüler beleuchtet wurde sondern ebenso die jeweiligen Eltern und die Lehrer. Der Leistungsdruck der Schüler, der Wille der Eltern, wirklich alles dafür zu tun, das ihr Kind bestmöglich behandelt wird und den Druck der Lehrer ihrem Lehrauftrag und den Eltern gerecht zu werden und dabei zur Aufgabe gezwungen werden. Die Vielzahl von unterschiedlichen Einflüssen auf die Geschichte machte es für mich lesenswert.

Giebeler´s Schreibstil trägt super durch das Buch und ist sehr passend. Sie verzichtet auf überschwingliche Emotionsausbrüche und macht die Geschichte damit realitätsnah und authentisch. Mir gefällt, das man hier deutlich merken kann, das ein Buch nicht übertrieben dramatisch und schockierend sein muss, um im Gedächtnis zu bleiben. Manchmal reicht es auch, ein starkes Thema gut zu erzählen.



Dieses Buch wirkt unscheinbar und birgt enorm viel in sich, das es zu erkunden lohnt. Von mir eine klare Leseempfehlung.




Sonntag, April 23

[Verlosung] Welttag des Buches trifft auf Geburtstagstorte



Hallo ihr Lieben 

in meinem letzten Beitrag habe ich euch ja schon erzählt, was den April für mich zu einem besonderen Monat macht. 
Unter anderem fällt mein Geburtstag auf den Welttag des Buches und das möchte ich heute ein wenig mit euch feiern. 

Ich hab ein paar Bücher, die dringend ein neues Zuhause suchen und die möchte ich euch einmal vorstellen:


Honigtot von Hanni Münzer

Wie weit geht eine Mutter, um ihre Kinder zu retten? Wie weit geht eine Tochter, um ihren Vater zu rächen? Wie kann eine tiefe, alles verzehrende Liebe die Generationen überdauern und alte Wunden heilen?
Als sich die junge Felicity auf die Suche nach ihrer Mutter macht, stößt sie dabei auf ein quälendes Geheimnis ihrer Familiengeschichte. Ihre Nachforschungen führen sie zurück in das dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit und zum dramatischen Schicksal ihrer Urgroßmutter Elisabeth und deren Tochter Deborah. Ein Netz aus Liebe, Schuld und Sühne umfing beide Frauen und warf über Generationen einen Schatten auf Felicitys eigenes Leben.


 Bonsai von Alejandro Zambra


Julio liebt Emilia, Emilia liebt Julio, beide lieben Proust – beide haben in Wirklichkeit nicht eine Seite Proust gelesen –, ein Jahr lang sind sie während ihres Studiums liiert, dann verlässt sie ihn, und er liebt sie weiter, sie geht nach Europa, und er liebt sie weiter, die Zeit vergeht, und er liebt sie weiter, sie stirbt, und er liebt sie weiter, Jahre später erinnert er sich, und er liebt sie immer weiter.

Bonsai ist die blendend schöne Miniatur einer epischen Liebesgeschichte: ein kunstvoll geraffter Roman über die erotisierende Wirkung von Lektüren, missverstandene körperliche Zuneigung und die nicht enden wollende Sehnsucht nach dem anderen.


Assalay - Die Verschwörung der Lords von Tracey Mathias


Wer ist der rechtmäßige Herrscher von Assalay? In Assalay wird überall ein Lied gesungen, das vom Untergang des Monarchenbundes und von Gaia, der rechtmäßigen Herrscherin Assalays, erzählt. Leo, der Sohn von Lord Philemot, erfährt, dass der grausame Lord Lanneret im ganzen Land Jagd auf ein Geschwisterpaar namens Tal und Gaia macht – und auch, dass die Geschichte von der Entstehung des Reiches Assalay und der Herrschaft der Lords gar nicht stimmt.



Der Gast im Garten von Takashi Hiraide

Ein junges Paar, erschöpft vom Lärm der Großstadt, bezieht ein Gartenhaus außerhalb Tokyos. Als eines Tages ein kleines Kätzchen auftaucht, unterbricht es die beschauliche Stille des weitläufigen Gartens, es räkelt sich verspielt inmitten der Blumenbeete im Schatten der Bäume, tollt mit Schmetterlingen und Libellen herum und streift durch das Unterholz. Mehr und mehr öffnen sich die beiden dem unverhofften Gast und bemerken dabei kaum, was die Katze tatsächlich für ihr Leben bedeutet – bis sie eines Tages verschwindet.
Ein Haus und ein Garten von anmutiger verblichener Schönheit. Ein Paar, das einen neuen Anfang sucht. Eine scheue Katze, die die Freiheit liebt. Ein verzaubernder, zutiefst ergreifender Roman über die Liebe und die Zerbrechlichkeit des Lebens.

Melodie der Meerjungfrau von Michelle Lovric

Im Sommer 1899 erfüllt sich Teos größter Wunsch. Sie reist mit ihrer Familie nach Venedig, in die Stadt der Gondeln, Kanäle und Palazzi. Doch der Anlass der Reise ist ernst: Venedig droht im Meer zu versinken und Teos Eltern, zwei Wissenschaftler, sollen nach einer Lösung des Problems suchen. Dass ihr Schicksal eng mit der Lagunenstadt verknüpft ist, ahnt Teo nicht - bis ihr der Schlüssel zur geheimen Stadt in die Hände fällt. Das Buch entführt Teo ins Reich der Meerjungfrauen, wo sie bei einer Tasse Seetangkakao schier Unglaubliches erfährt: Laut einer uralten Prophezeiung soll sie dazu auserwählt sein, Venedig zu retten.

Buch des Monats 2010 (Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

Und diese Verlosung findest du auf Instagram
Teilnehmen ist also nur dort möglich

Hörbuch Rat der Neun von Veronica Roth

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …
Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.
Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …


Zu dem Buch bzw. Hörbuch lege ich noch eine Überraschung mit in dein Paket. Einfach weil ich Überraschungen liebe und ein wenig Spannung die Vorfreude noch ein wenig steigert :-)


Wie kannst du teilnehmen?

  • Da diese Verlosung für meine Follower ist, solltest du mir folgen. (Oben auf der rechten Seite findest du den "Folgen"-Button für GFC.) 
  • Schreib mir ein unten einen Kommentar, und lass mich folgende Sachen wissen:

  1. Unter welchem Namen folgst du mir? 
  2. Lob, Kritik oder Anregungen? Lass es mich deine Meinung wissen.
  3. Sag mir für welches Buch du gerne in den Lostopf springen würdest. 
  4. Weitere Lose kannst du sammeln, wenn du diese Verlosung teilst. Pro Link den du mir in den Kommentaren da lässt, kannst du ein Los in einen weiteren Lostopf  (oder auch in den Selben, wenn du magst) werfen. 

  • Für die Instagram-Verlosung einfach >>HIER<< klicken. Da habe ich alles weitere erklärt. 
  • Die Verlosungen laufen ab heute genau zwei Wochen, also bis zum 07. Mai um 23:59 Uhr.
    Die Gewinner veröffentliche ich danach auf meinem Blog bzw. auf Instagram, diese haben dann eine Woche Zeit sich zu melden, ansonsten verfällt der Gewinnanspruch.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und ich trage keine Haftung wenn das jeweilige Päckchen auf dem Versandweg beschädigt wird oder verloren geht. 
  • Du solltest Volljährig sein oder mir im Gewinnfall die Erlaubnis deiner Eltern zukommen lassen, damit ich dir deinen Gewinn schicken darf.  






Donnerstag, April 20

Mein April [mit Verlosungsankündigung]



Hallo ihr Lieben, 

wie einige von euch sicher mitbekommen haben, habe ich ein wenig an meinem Blogdesign gebastelt. 
An dem alten habe ich mich einfach satt gesehen und um ehrlich zu sein, es hat mir zwar gefallen aber es war einfach zu... naja, zu rosa. 

Dies spiegelt viel mehr mich wider, wobei ganz fertig bin ich noch nicht. Aber das kommt nach und nach. 

Wie gefällt es euch?


Seit kurzem findet man mich auch auf Instagram. Es macht einfach so viel Spaß die wunderschön in Szene gesetzten Bücher zu sehen. Da muss ich noch ein wenig üben 😥 aber ich würde mich freuen, wenn ihr mich dort besucht und auf euch aufmerksam macht. 
Viele von euch habe ich dort noch nicht gefunden. 




Am Anfang des Monats habe ich gesehen, das eine meiner Rezensionen beim Kurd Laßwitz Preis 2017 verlinkt ist, Darüber habe ich mich richtig gefreut. 
Am 13. April hatten mein Mann und ich Hochzeitstag. 10 Jahre. Leute, ich werd alt^^ 
Und am 23. April (ja, der kommt noch) habe ich Geburtstag. 32 Jahre. Ich sag ja, ich werd alt :-)

Da an diesem Tag auch der Welttag des Buches ist, passt das doch perfekt um den Monat gebührend ausklingen zu lassen. 
Womit? Na, das verrate ich noch nicht. Es wird auf jeden Fall eine Verlosung hier auf dem Blog und eine auf Instagram geben, Follower auf beiden Seiten können natürlich auch an beiden Verlosungen teilnehmen.

Haltet also Augen und Ohren hier und auf Instagram offen und zählt mit mir die Tage. 




Sonntag, April 16

[Rezension] Green Net von Wilfried von Manstein




Gebundene Ausgabe: 412 Seiten
Verlag: Edition INMO im Verlag boernermedia
Erscheinungstermin: 10. Dezember 2016
ISBN-10: 3942498200




Der 12jährige Mario ist ein »Baumflüsterer«. Er wohnt in einer Stadt, die einen berühmten Zoo beherbergt, in dem Nasenaffen auf einer Würgefeige leben. Mario zeigt autistisches Verhalten und spricht am liebsten nur mit Bäumen, deren Sprache er versteht. Seine Mutter macht sich deswegen Sorgen und sucht einen Psychiater auf. Als Mario sie in der Villa des Psychiaters abholen will, findet er die beiden Erwachsenen in einem rätselhaften Koma liegend. Die Aufzeichnung einer Überwachungskamera zeigt, auf welche Weise das geschah: Ein entdeckter Einbrecher benutzte eine Waffe, die Menschen so sehr verlangsamt, dass sie zu Pflanzen werden (und umgekehrt Pflanzen so sehr verschnellert, dass sie wie Menschen agieren). Die Ärzte sind ratlos, nur Marios Baumfreunde, ein Kastanienbaum und sein Efeu, ahnen, wie die Erwachsenen wieder ins Leben gerufen werden könnten. Unterstützt von der 14jährigen Tochter des Psychiaters, gerät Mario immer tiefer zwischen die Fronten eines Krieges unter verfeindeten Lagern der Pflanzenwelt. Ein »böser« Baum (die gewaltige Würgefeige im Zoo) möchte die Menschheit ausrotten sein Gegenspieler, der weise Herrscher der Pflanzenwelt, sucht hingegen die Verständigung mit den Menschen. Beide Seiten wollen Mario für ihre Zwecke benutzen. Die Macht des bösen Baumes wächst mit jedem Tag, besonders, als dieser beginnt, das gestohlene Gerät zu vervielfältigen.


Wilfried von Manstein hat als Tellerwäscher, Taxifahrer, Parkwächter, Gärtnergehilfe, Software-Entwickler, Maler, Schauspieler und Regisseur gearbeitet und fuhr zur See.

Später gründete er eine eigene Theatertruppe und drehte mehrere Filme.

Er studierte an der Alice Salomon Hochschule Berlin “Kreatives und Biografisches Schreiben” und erwarb 2013 den “Master of Arts” in diesem Fach.

Die Urgroßmutter des Autors, Karoline Bertha Emilie von Manstein, heiratete 1891 den Kürschner Adolf Heinrich Priester. Der Autor stammt also in direkter Linie von der preußischen Gutsbesitzer- und Offiziersfamilie ab.
Keine Verwandtschaft besteht hingegen zu Erich von Manstein, zuletzt unter Hitler General der Infanterie. Erich von Manstein war ein Adoptivkind - also kein “echter von Manstein” sondern eigentlich ein “von Lewinski”.    Webseite des Autors





Grün wohin das Auge reicht. Verschiedene illustrierte Pflanzen haben dieses Cover ganz für sich eingenommen. Dazwischen glitzern grüne Augen hervor als würde sich irgendetwas hinter den Gewächsen verstecken. Es wirkt ein wenig düster, wodurch der in weiß gehaltene Buchtitel enorm hervorsticht.


„Für Menschen von zwölf bis huntertzwölf“ ist auf dem Buchdeckel auf der Rückseite abgedruckt und erklärt vielleicht ein wenig, warum ich mich grade mit der Rezension zu „Green Net“ so schwer tue.
Keinesfalls weil das Buch schlecht ist oder ich so viel zu kritisieren hätte, das ich nicht weiß wo ich anfangen sollte. Viel mehr weil sich in dieser Geschichte so viel zusammenfügt, bei dem ich zuvor große Schwierigkeiten hatte zu glauben das sich alles auf so wenigen Seiten zu einer schlüssigen Gesamtheit verbinden könnte.

Wilfried von Manstein schafft eine Bühne für Zeitreisen, Terrorismus, Drachen, Roboter und lässt den Leser Passagen aus der Tier- und Pflanzenwelt erleben und bringt den ganzen Fortbestand der Menschheit ins Wanken. Geht nicht? - Geht doch!

Auf unterhaltsame und sehr fantasievolle Weise erzählt das Buch von Mario. Der Junge, der mit Bäumen sprechen kann findet seine Mutter und den Psychologen in einer Art Koma auf und schließt sich mit Rado, der Tochter des Psychologen zusammen um dem ganzen auf den Grund zu gehen.

Nachdem man schon nach wenigen Seiten mitten im Geschehen ist, nimmt die Geschichte auch schnell Tempo auf. Die Jugendlichen entdecken neue Wesen, lernen einen Zeitreisenden kennen und bewegen sich in einer Welt, die vom Autor mit einer solch bildhaften Erzählweise beschrieben wird, das man sich die Vernetzung der Pflanzenwelt und alles was dies mit sich bringt hervorragend vorstellen kann. Besonders die Passagen aus der Sicht der Pflanzen sorgen dabei für große Einsicht in die Rebellion die sich im Green Net zusammenbraut und lassen beim Lesen die ein oder andere Überlegung aufkeimen, wie die Menschheit mit der Umwelt umgeht.

Das Buch bleibt von Anfang bis Ende rasant und spannend, was auch durch den genutzten Sprachgebrauch unterstützt wird. Er ist eingängig und nicht zu kompliziert, so das man -um noch einmal auf das auf dem Buchdeckel angegebenen Lesealter zurück zu kommen- sowohl mit zwölf gut zurecht kommt als auch mit fortgeschrittenem Alter seine Lesefreude nicht verliert. Man kommt sehr fix voran, was das Rasante hervor hebt und die Spannung anspitzt.

Green Net ist auf so viele Arten ein lesenswertes Buch, in dem es viel zu entdecken gibt, das ich gar keine Vorschläge machen möchte, für wen diese Geschichte geeignet sein könnte. Aber es zu lesen ist ein wunderbarer Zeitvertreib für jeden, der sich gerne mal der Frage hingibt: „Was wäre wenn...“.



Spannung und Abenteuer verpackt in einer schönen und zum nachdenken anregende Geschichte mit eingängigem Schreibstil. Ein lesenswertes Buch für jung und alt und damit gibt’s von mir absolut verdiente 4 Sterne.  


Montag, April 3

[Rezension] Good as gone von Amy Gentry




Broschiert: 320 Seiten
Verlag: C.Bertelsmann Verlag
Erscheinungstermin: 27. Februar 2017
ISBN-10: 3570103234



Tom und Anna haben das Schlimmste erlebt, was sich Eltern vorstellen können: Ihre 13-jährige Tochter Julie wurde entführt, alle Suchaktionen waren vergebens, die Polizei hat den Fall längst zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht plötzlich eine junge Frau auf und behauptet, die vermisste Tochter zu sein. Die Familie kann ihr Glück kaum fassen. Doch schon bald spüren alle, dass die Geschichte der Verschwundenen nicht aufgeht. Anna hegt einen furchtbaren Verdacht. Sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die junge Frau, von der sie inständig hofft, dass es ihre Tochter ist, die ihr gleichzeitig aber auch fremd erscheint und das gesamte Familiengefüge gefährlich ins Wanken bringt.

Good as Gone ist ein von Anfang an atemberaubend spannendes Buch darüber, wie wenig wir die kennen, die wir lieben. Amy Gentry spielt grandios mit verschiedenen Erzählperspektiven und führt die Leser auf zahlreiche falsche Fährten – bis zum fulminanten Finale.

Autor
Amy Gentry hat ihr Studium an der Universität von Chicago mit einem PhD abgeschlossen und lebt in Austin, Texas, wo sie englische Literatur an einer High School unterrichtet. Gleichzeitig arbeitet sie als freie Literaturkritikerin für die LA Review of Books und Chicago Tribune. Good as Gone ist ihr erster Roman, der noch vor Erscheinen für riesiges Aufsehen sorgte und in über 20 Länder verkauft wurde.


Ganz in mattem Schwarz gehalten zeigt diese Klappenbroschur sehr plakativ den Titel des Buches in großen sonnengelben Buchstaben, die sich hochglänzend vom Rest des Covers abheben. Im ersten „O“ des Titels sieht man die Silhouette eines Mädchens in einem Lichtkegel.


Ich möchte an dieser Stelle nicht viel auf den Inhalt des Buches eingehen, da ich finde, der Klappentext gibt schon einen sehr guten Eindruck von dem, was den Leser erwartet.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Anna, Julies Mutter, die man durch die Ich-Perspektive sehr gut kennenlernen kann. Und dann gibt es die Parts die sich mehr Julie und den anderen Frauen widmen. Diese Parts werden durch einen Erzähler näher beleuchtet.
Was mir an Annas Perspektive so gut gefällt ist das die Emotionen gut vermittelt werden und man einen Eindruck von den Ängsten und Sorgen der Familie bekommt.
Dies hat mir bei der Sicht von Julie und den anderen Personen gefehlt.Besonders diese ganzen Parts der fremden Frauen haben mir die Geschichte an vielen Stellen mürbe gemacht und mir den Spaß genommen. Für mich war es leider manchmal zu durcheinander und verstrickt, so das ich zeitweise der Handlung nur schwer folgen konnte und die Grundgeschichte ein wenig aus den Augen verlor.

Auch der Spannungsbogen konnte sich für mich nicht konstant halten und bekam immer wieder Einbrüche, was bei der Grundidee, die durch den Klappentext vermittelt wurde wirklich schade ist.
Leider konnte auch der flüssige Schreibstil von Amy Gentry nicht darüber hinweg trösten.



Good as Gone hat eine spannende Idee, die in der Erzählform für mich leider nicht funktioniert hat. Da ich aber auch durchaus andere Meinungen zu diesem Buch gelesen habe, empfehle ich vor der Kaufentscheidung einen Blick in die Leseprobe.